Projekt Helvetikum

Publikationen

Die vorgestellten wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Forschungsprojekts werden - wenn möglich - kostenlos (open access) zum Download für Sie bereitgestellt. Darüber hinaus werden - wenn möglich & sinnvoll - ausgewählte Inhalte in höherer Auflösung (z.B. Abbildungen, Karten, Tafeln) sowie - wenn vorhanden - zusätzliche bzw. weiterführende Informationen (Supplemente) präsentiert. Archivierte geomnia-Artikel des Projekts finden Sie unter Archiv. Verantwortlich für den Inhalt der jeweiligen Veröffentlichung ist/sind der/die jeweilige(n) Autor(en/in) bzw. der Verlag.


Documenta naturae 186
Documenta naturae 186

Heyng, A.M. 2012. Lithostratigraphie der Adelholzen Formation (Eozän, Lutetium) im Raum Siegsdorf (Oberbayern). - Documenta naturae 186: 1-105, 12 Abb. + Tab., 5 Taf., App.; München.

 

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Lithostratigraphie der Adelholzen Formation (Eozän, Lutetium) im Raum Siegsdorf (Oberbayern)
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Palmospermum sp. aus dem Spirka Mb von Rohrdorf (Photo Berndt 2010)
Palmospermum sp. aus dem Spirka Mb von Rohrdorf (Photo Berndt 2010)

Berndt, H.-J., Gregor, H.-J. & Heyng, A.M. 2011. Eine pyritisierte Palmfrucht aus dem eozänen Schwarzmergel (Spirka Member) des Rohrdorfer Zementwerkes am Chiemsee. – Documenta naturae 164, Bd. 2: 15-21; München.

Zusammenfassung

Am „Nummulitenköpfl“ im Steinbruch Rohrdorf wurde eine etwa 11 Millimeter große pyritisierte Frucht gefunden, die zusammen mit weiteren Funden von Mollusken (Gastropoden, Bivalven und Nautiliden), Korallen, Haizähnen und auch Blättern eine tropische Küstenregion im Eozän rekonstruieren lassen. Die Fundschicht gehört dem Nordhelvetikum an und innerhalb dieser Adelholzener Schichten ist der Fundhorizont dem Schwarzmergel (Spirka Member) zuzuordnen. Ähnliche „coryphoide“ Früchte bzw. Samen wurden im Altertiär Grönlands und Englands

gefunden.

 

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Eine pyritisierte Palmfrucht aus dem eozänen Schwarzmergel
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H.-J. Gregor 2011. Pflanzliche Großreste aus dem grünen Sandstein (Eozän, Flysch) vom Grünten bei Sonthofen/Allgäu (Kurzmitteilung 8). - Documenta naturae 164, Bd. 2: 45-47, 1 Taf.; München.

Lammerer, B., Ortner, H. & Heyng, A. 2011. Field trip to the Northern Alps between Munich and the Inn Valley. [In:] Carena, S., Friedrich, A.M. & Lammerer, B. (eds.). Geological Field Trips in Central Western Europe: Fragile Earth International Conference, Munich, September 2011. - Geological Society of America Field Guide 22: 75–100. doi:10.1130/2011.0022(06).

 

 

Carcharocles auriculatus aus dem Spirka Mb von Rohrdorf (Photo Heyng 2007)
Carcharocles auriculatus aus dem Spirka Mb von Rohrdorf (Photo Heyng 2007)

HEYNG, A. M. 2007. Zwei Zähne des Riesenhaies Carcharocles auriculatus (BLAINVILLE) aus dem Spirka-Member der Adelholzen-Formation (Eozän) von Rohrdorf am Chiemsee (Süddeutschland). – Documenta naturae 164, Bd. 1: 33-35, 1 Taf.; München.

 

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Zwei Zähne des Riesenhaies Carcharocles auriculatus (BLAINVILLE) aus dem Spirka-Member
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H.-J. Gregor 2003. Erstnachweis von Seegras-Resten (Posidonia) im Oberen Eozän der Nördlichen Kalkalpen bei Hallthurm. - Documenta naturae 148: 1-19, 5 Abb., 2 Taf.; München.

Zusammenfassung

Die Pflanzenreste stammen aus dem Orbitolinenführenden Sedimenten von Hallthurm bei Bad Reichenhall (Nördliche Kalkalpen). Es handelt sich um Rhizome von Seegräsern des Typs Posidonia parisiensis (DESM.) FRITEL. Nipa burtini, die Frucht einer Palme, stammt aus den selben Schichten, während weitere in äquivalenten Schichten (stratigraphisch älter) vergesellschaftete Fruktifikationen von Oncoba cf. variabilis, Phytocrene kressenbergensis und einer noch unbestimmten Palme (?) einen tropischen Mangrove- und Hinterland-Wald am nördlichen Rand der Tethys im Obereozän des Gebietes erwarten lassen.

Summary

Upper Eocene seagrass-rhizomes of Posidonia parisiensis (DESM.) FRITEL were found in Orbitolites-limestone from Hallthurm near Bad Reichenhall SW of Salzburg (Bavaria, S-Germany). Together with the nearby associated fructification of Nipa burtini and the somewhat elder diaspores of Oncoba cf. variabilis, Phytocrene kressenbergensis and perhaps a palmfruit from other localities of the region we are able to reconstruct a tropical Mangle- and Hinterland-forest along the Northern shore of the Eocene Tethys-Sea.

 

 

HEYNG, A.M., BUTZMANN, R., FISCHER, T.C. & GREGOR, H.-J. (2003): Die Oligozäne Flora von Bad Häring (Tirol) – Teil II: Illigeropsis ettingshausenii nov. gen. nov. spec. aus den Zementmergeln – ein neues exotisches Element im europäischen Paläogen. – Documenta naturae 140, Bd. 2: 1-33, 7 Abb., 8 Taf.; München.

Zusammenfassung

Aus den oligozänen Zementmergeln von Bad Häring (Österreich) wird das Vorkommen einer neuen Art der Familie der Hernandiaceen beschrieben: Illigeropsis ettingshausenii nov. gen. et spec. Die geflügelten Früchte kommen in marinen Ablagerungen des Oligozäns im neuen Bruch des Zementwerkes Bad Häring vor und belegen diesen vermutlichen Lianenvertreter im subtropischen Wald, der die Meeresküste begleitet haben dürfte. Weitere Reste von Landpflanzen und -tieren sind selten, ausgenommen einige schlecht erhaltene laurophylle Blätter und mehrere Insektenreste. Diese Fossilien belegen Strandnähe und, dass diese Blätter und Insekten, wie es auch heute oft vorkommt, auf das damalige Meer hinaus geweht wurden. Das Biotop an der Küste kann als subtropischer mesophytischer Wald bezeichnet werden, wie es damals in ganz Europa vorherrschend war.

Abstract

The Oligocene "Zementmergel" (Cement-marls) from Bad Häring in Austria yielded numerous winged fruits of a new taxon, an exotic member of the family Hernandiaceae: Illigeropsis ettingshausenii nov. gen. et spec. The marine sediments belong to the Werlberg member of the Häring Formation and are found in the new Bergpeterl-quarry of the Häring Concrete Company. Apart from this only poorly preserved fossils of indetermined lauraceous leaves and insects were found. The biotope along the coast can be reconstructed as a subtropical and mesophytic forest as it is common for whole Europe during the Oligocene.

 

Documenta naturae 140-2
Documenta naturae 140-2
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Die Oligozäne Flora von Bad Häring (Tirol) – Teil II: Illigeropsis ettingshausenii nov. gen. nov. spec. aus den Zementmergeln – ein neues exotisches Element im europäischen Paläogen
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HEYNG, A.M. 2003. Neugliederung der Adelholzener Schichten (Eozän; Nordhelvetikum) im Raum Siegsdorf – Bad Adelholzen unter besonderer Berücksichtigung der Großforaminiferen und Molluskenfauna (Teil 1) – einschließlich Erläuterungen zur geologischen Karte (Spezialkartierung der Adelholzener Schichten) (Teil 2). – unveröff. Diplomarb. Inst. Paläont. Hist. Geol. Univ. München: 68 S., 20 Abb., 5 Taf., 1 geol. Karte; München.

 

 

BUTZMANN, R. & GREGOR, H.-J. (2002): Die oligozäne Flora von Bad Häring (Tirol) – Teil 1: Pflanzen aus den Bitumenmergeln und deren phytostratigraphisch-paläoökologisch-paläoklimatische Interpretation (Coll. Inst. Geol. Paläont. Innsbruck). – Documenta naturae 140, Bd. 1: 1-117, 6 Abb., 12 Tab., 25 Taf.; München.

Zusammenfassung

Beschrieben werden hier eine Blattflora und eine Karpoflora aus Bad Häring in Tirol (Österreich) Die Stücke stammen aus der Sammlung des Instituts für Geologie und Paläontologie in Innsbruck, die schon zu Lebzeiten von ETTINGHAUSEN und UNGER bekannt war.

Die Fundstelle fand ihren Niederschlag in ETTINGHAUSENs epochalem Werk „Die tertiäre Flora von Haering in Tirol" (1853). Unverständlich ist, dass die Flora bis heute als eine klassische Eozän-Flora galt. Stratigraphisch gehören die Häring-Schichten dem Unter- bis Mitteloligozän an. Phytostratigraphische Vergleiche mit anderen europäischen Blatt- und Fruchtfloren bestätigen dieses Alter.

Die Flora enthält 44 Taxa, wovon 27 identifiziert werden konnten. Sie gehören zu folgenden Familien und höheren Taxa: Fungi, Phycophyta, Equisetaceae, Gymnospermae: Pinaceae, Taxodiaceae, Cupressaceae, Angiospermae: Monocotyledoneae, Palmae, Smilacaceae, Ruppiaceae, Posidoniaceae, Cyperaceae, Myricaceae, Juglandaceae, Betulaceae, Ulmaceae, Lauraceae, Nymphaeaceae, Platanaceae, Rosaceae, Leguminosae, Simaroubaceae, Buxaceae, Rhamnaceae, Apocynaceae, Nyssaceae und Sapotaceae.

Das Arten-Spektrum von Bad Häring spiegelt einen mesophytischen Wald mit Auenwaldelementen wider und ist am besten mit der Flora von Kiscell (Ungarn) vergleichbar. Die Ähnlichkeit beider Floren und weitere Vergleiche rechtfertigen eine Zuordnung zum Unter- bis Mittel-Oligozän.

Wir stellen die Flora von Bad Häring in das Latdorfium bzw. das untere bis mittlere Rupelium (= unt. Kiscellium) der marinen Stufen. Das Klima kann als warm-temperiertes Cfa-Klima sensu KÖPPEN interpretiert werden.

Vielleicht können detailliertere Studien in Zukunfi die tektonische Problematik im Gebiet Häring und damit das echte Alter der Flora klären helfen, und es würde die Autoren nicht wundern, wenn die Flora eines Tages als Mittel-Oligozän eingestuft werden könnte.

Abstract

Newly described is a leaf- and fruit-flora from Bad Häring in Tirolia (Austria). The fossils belong to an old collection of the Tirolian Institute of Geology and Paleontology in Innsbruck, which was well known to old authors like ETTINGSHAUSEN and UNGER around 1856.

The fossil site and flora was published by ETTINGSHAUSEN by his famous "Die tertiäre Flora von Haering in Tirol" (1853).

Not quite clear is the misunderstanding of this typical oligocene flora as an "eocene" one by various authors. Phytogeographic comparisons with other European megafloras affirm the age as clearly Lower- to Middle Oligocene.

The flora yields 44 taxa of which 27 are identified ones. They belong to the following families and higher ranks: Fungi, Phycophyta, Equisetaceae, Gymnospermae: Pinaceae, Taxodiaceae, Cupressaceae, Angiospermae: Monocotyledoneae, Palmae, Smilacaceae, Ruppiaceae, Posidoniaceae, Cyperaceae, Myricaceae, Juglandaceae, Betulaceae, Ulmaceae, Lauraceae, Nymphaeaceae, Platanaceae, Rosaceae, Leguminosae, Simaroubaceae, Buxaceae, Rharnnaceae, Apocynaceae, Nyssaceae, and Sapotaceae.

The composition of the species allows to reconstruct a mesophytic forest with bottomland elements (Aue) and is best compared with the Kiscell-flora from Hungary, which is Oligocene in age - the Kiscell formation ranges from the Lower to the Middle Oligocene.

This comparison and other important ones put the Häring flora without doubt into the Lower Oligocene, perhaps drifting somewhat to the Middle Oligocene. As floristic zones miss in Europe in the Tertiary we cannot correlate the flora with marin stages like the Rupelium, the Latdorfium or the Kiscellium, but can say, that these mentioned ones are equivalent in age to our flora.

Perhaps more detailed studies will allow in the furture to understand the significant tectonic disturbances in the vicinity of Häring and the authors would not surprised, if the flora one day will prove to be younger, lets say Middle Oligocene.

 

Documenta naturae 140-1
Documenta naturae 140-1
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Die oligozäne Flora von Bad Häring (Tirol) – Teil 1: Pflanzen aus den Bitumenmergeln und deren phytostratigraphisch-paläoökologisch-paläoklimatische Interpretation
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Gregor, H.-J. 1991. Ein neues fossiles Seegras - Posidocea frickhingeri nov. gen. et spec. im Paläogen Oberitaliens (Verona). – Documenta naturae 65: 1-11, 4 Abb., 3 Taf.; München.

Zusammenfassung

Es wird ein fruchtendes Büschel von Seegräsern aus dem Eozän des Bolca-Gebietes (Oberitalien) beschrieben und als Posidocea frickhingeri nov. gen. et spec. bezeichnet. Ökologisch passen dazu sehr gut Rhizome von Posidonia parisiensis aus dem benachbarten San Floriano. Beide Fundstellen liegen im oberitalienischen Eozän nordwestlich Verona.

Abstract

Northwest of Verona occur Eocene strata with remains of Posidoniaceae which are described here; near Bolca leaves with fruiting heads of Posidocea frickhingeri nov. gen. et spec., and rhizomes of Posidonia parisiensis near San Floriano.